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EXPERTENDIALOG mit den Stadtwerken Ulm.

Christian Müller von der finpair war im Interview mit Herrn Manfred Staib von den Stadtwerken Ulm. 


Design ohne Titel 4 1

Wie war Ihre erste Erfahrung mit der Digitalisierung von SSD-Emissionen mit der Plattform finpair?
Was hat Ihnen besonders gefallen und wo sehen Sie noch Verbesserungspotential? 

Der Aufbau und die Nutzung der Plattform sind sehr verständlich und wir haben uns gut zurechtgefunden. Der stets sehr tansparente Blick über den Stand der Interessenten, die Absagegründe und die Zeichnungen – von der Soft-Order bis hin zur verbindlichen Firm-Order, hat uns eine neue Transparenz in einer Transaktionsumsetzung ermöglicht.

Die Plattform zeichnet sich zusätzlich durch eine hohe Flexibilität aus, so konnte unsere Transaktion mit zusätzlichen Forwardtranchen ergänzt werden und unsere Wunschstruktur ideal bereichern. Zusätzliche schätzen wir die Synergien in der Informationsweitergabe, dass Unterlagen nur 1x im Datenraum zur Verfügung gestellt werden und deshalb auch bei uns Effizienzgewinne spürbar sind.

Trotz digitaler Umsetzung, standen die Produktexperten von finpair während des gesamten Prozesses begleitend zur Verfügung. Wir konnten selbst beeinflussen, ob wir Fragestellungen der Investoren eigenständig über die Plattform beantworten oder ob dies die finpair für uns übernimmt. Damit kann die Korrespondenz zu unseren Geschäftspartnern direkt und zielgerichtet gesteuert werden. Fragen können öffentlich und nicht öffentlich beantwortet werden, so partizipieren Investoren von Fragen anderer potenzieller Investoren und schafft eine neue Offenheit und Gleichbehandlung der Partner. 

Wir nähern uns dem Ende des ersten Laufzeitjahres. Wie bewerten Sie die bisherige Betreuung Ihres Deals durch die NORD/LB in ihrer Funktion als Zahlstelle sowie in Verbindung mit der digitalen Plattform finpair und den dazugehörigen Features (u.a. Investorenübersicht, Datenraum).

Mit Unterstützung der Plattform entsteht für uns nur ein geringer Aufwand im Rahmen der Bereitstellung der Informationspflichten. Allgemeine Fragen von Investoren decken die Kollegen von finpair oder der NORD/LB ab. Sollten Fragestellungen zu Unterlagen oder Zahlungen bestehen, erhält man einen automatisierten Hinweis.

Ein integriertes Termin-und Aufgabenmanagement unterstützt zusätzlich die Prozesse. Das ist aufgrund der Plattformtechnologie ein Pluspunkt gegenüber der klassischen Zahlstellendienstleistung.

Nach der erfolgreichen primären Platzierung im Dezember 2022 wurde im Nachgang weitere Private Placement-Tranchen abgeschlossen. Welche Vorteile bietet Ihnen das Produkt Schuldscheindarlehen, unabhängig von einer privaten und breiten Privatplatzierung? 

Die Vorarbeit und Daten der ersten Tranche (u.a. Datenraum, Dokumentation) konnten wir direkt duplizieren und für eine weitere Tranche ohne größeren Aufwand nutzen. Es wurden auf Basis der Primärvermarktung nur die gewünschten Investoren für die spätere Tranchen angesprochen und diese gezielt für ein Private Placement über EUR 30,0 Mio. mitgenommen. Die technologische Unterstützung fördert somit auch kleinere Losgrößen.

finpair steht im Wettbewerb zu anderen Digitalplattformen. Als USP bietet finpair, mit Unterstützung der Plattformtechnologie, das volle Leistungsspektrum eines analogen Arrangeurs (u.a. Strukturierung, Vertragserstellung, Research, Organisation der Investorenkonferenz, Vermarktung, Allokation, Settlement). Wie haben Sie das Dienstleistungsangebot wahrgenommen? Wie bewerten Sie die Arrangierung über finpair im Vergleich zu einem klassischen Bankarrangeur?

Die Betreuung im Vorfeld der Transaktion war sehr gut. Insbesondere während der herausfordernde Marktphase im Jahr 2022.

Zudem wurde ein Pre-Sounding durchgeführt um Volumen, Spreads, Interesse und weitere Strukturparameter optimal für den GO-Live vorzubereiten.

Die Kombination der persönlichen Betreuung mit dem Einsatz digitaler Technik hat uns sehr gut gefallen. Zudem finden wir es sehr effizient, an das Unternehmen gerichtete Fragen, direkt zu beantworten und den Prozess zu vereinfachen und für alle Teilnehmer auch zu beschleunigen. 

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich im Hinblick auf den Schuldscheinmarkt allgemein oder in Bezug auf die Weiterentwicklung der Plattform wünschen?

Grundsätzlich ist für uns von Bedeutung, dass der Markt ausreichend Liquidität bietet. Insbesondere im Bereich der Energieversorger wird es in der Zukunft Investitionsbedarf, um die Anforderungen der Energie-und Wärmewende zu stemmen, geben. Daher ist der Schuldscheinmarkt auch künftig für uns interessant.

In diesem Zusammenhang ist auch die Ausbaustufe für Privatplatzierungen „reverse.match“ und die Angebote potentieller Kreditgeber für uns von Interesse und eine wertvolle Weiterentwicklung.

Der Ablauf der Investorenkonferenz ist aus unserer Sicht noch ausbaufähig. Eine Videokonferenz, wohlwissend dass eine gewisse Anonymität der potenziellen Investoren gewährleistet sein muss,wäre schön. Die heute im Schuldscheinmarkt verwendete Lösung einer Telefonkonferenz, maximal mit Teilen der Präsentationsinhalte, ist gefühlt „von gestern“ 

Vielen Dank für das nette Gespräch, Herr Staib. 

Schuldschein, Plattform, Digital

Ein Markt im Umbruch

Fast jede zweite Schuldscheinemission wurde im letzten Jahr über digitale Plattformen abgewickelt. Wir sind davon überzeugt, dass dies der Anfang einer Veränderung zu direkterer Kommunikation zwischen den Marktteilnehmern und datengetriebener digitaler Unterstützung im gesamten Prozess ist.

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